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Planung.

Kommunikation.

Prozessmanagement.

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Bildnachweis: Sophia Lukasch Photography
BMBF-Forschungsvorhaben Energiekonflikte: Akzeptanzkriterien und Gerechtigkeitsvorstellungen unterschiedlicher erneuerbarer Energiesysteme

Die mit der Energiewende einhergehenden tiefgreifenden Veränderungen der energietechnischen Infrastruktur und des Landschaftsbildes führen zunehmend zu heftigem Widerstand in der Bevölkerung. Das vom BMBF im Rahmen der sozial-ökologischen Forschung (SÖF) geförderte Forschungsprojekt „Energiekonflikte – Akzeptanzkriterien und Gerechtigkeitsvorstellungen in der Energiewende“ befasste sich mit den Konflikten des Gemeinschaftswerks Energiewende. Es setzte sich intensiv mit der Frage auseinander, welches die Motive und Argumente der Gegner von Energiewende-Projekten und Instrumenten sind. Handelt es sich um eine Ausprägung des sog. „NIMBY-Syndroms“: Man ist im Prinzip für etwas, möchte es aber nur nicht im eigenen Vorgarten (not in my backyard) haben? Oder sind es andere, komplexere Gründe, die Menschen zum Protest gegen den Ausbau erneuerbarer Energien bewegen?

Daneben interessierte sich das Projekt auch dafür, unter welchen Bedingungen Projektgegner ihren Protest aufgeben würden. Geht es um mehr Transparenz oder Beteiligung beim Planungsverfahren? Oder geht es um die Beteiligung am wirtschaftlichen Ertrag? Wird die Energiewende grundsätzlich oder aufgrund eines energie-/ CO2-intensiven Lebensstils abgelehnt? Oder spielen andere Ziele (Naturschutz, Landschaftsästhetik) eine wichtige Rolle? Und kann man die faktisch gemachten Einwände nicht nur unter energie- und umweltpolitischen, sondern auch unter prozeduralen und gerechtigkeitsethischen Gesichtspunkten rekonstruieren und rechtfertigen?

Unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) haben die Universität Potsdam, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und das Institut Raum & Energie das Vorhaben zwischen 2013 und 2016 bearbeitet. Institut Raum & Energie übernahm dabei die Beantwortung der Forschungsfragen anhand konkreter Fallbeispiele. Darunter ist nicht (nur) eine externe Analyse der Planungssituation, Akteurslandschaft und Prozesse in ausgewählten Fallbeispielen zu verstehen, sondern die interne Begleitung dieser Prozesse im Intensivdialog mit den Akteuren. Dies schloss auch die Erprobung von Wirkungszusammenhängen unterschiedlicher Dialog- und Beteiligungsformaten ein. Zudem war Institut Raum & Energie für die gesamte Öffentlichkeitsarbeit des Forschungsvorhabens verantwortlich.

Die Ergebnisse der Arbeit mit und in den Fallbeispielen finden Sie im Praxisbericht Energiekonflikte. Zielsetzung, Fallbeispiele und Ergebnisse des Vorhabens werden im Abschlussbericht vorgestellt (Download rechts).

 

AufgtraggeberBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
KooperationspartnerPotsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Universität Potsdam, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Laufzeit2013 - 2016